MIt crossmedialer Berichterstattung mehr Leser für Lokalzeitungen?

Dass Lokalzeitungen gegen Anzeigen- und Leserschwund kämpfen, ist inzwischen bekannt. Aber was sie dagegen machen können, dafür gibt es noch keine erfolgversprechende Lösung. Auch auf der re:publica 14 in Berlin wurde diese Woche viel darüber diskutiert. Mein ehemaliger Kollege Tobias Dambacher aus Aalen war für die Lokalzeitung Schwäbische Post auf der re:publica. Im Audiointerview spreche ich mit ihm darüber, was Lokaljournalismus besser machen könnte, ob Blogger eine Konkurrenz für Journalisten sind und warum auch Artikel über Gemeinderatssitzungen unterhaltsam sein sollten. Tobias Dambachers These: Journalisten, Redakteure und Verlage müssen umdenken und Neues wagen. Gleichzeitig darf das Neue jedoch nicht alte, beliebte Gewohnheiten der Leser komplett umstürzen.

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Tobias Dambacher und ich beim Interview am dritten Tag auf der re:publica 14 in Berlin.

Hier eine Übersicht der Fragen:

  • Auf der re:publica beschäftigen sich viele Vorträge mit Lokaljournalismus und Zeitung. Was hast Du bisher Neues gelernt?
  • In den Lokalzeitungen wird meistens immer noch viel über Vereine, Eröffnungen etc. berichtet. Sind die Menschen bereit, sich auf etwas Neues einzulassen, für neue bessere Geschichten?
  • Schwaben wirkt oft etwas konservativ. Wer liest online, wer abonniert die Printausgabe?
  • Es heißt oft, den Zeitungen sterben die Leser weg. Kann man durch crossmediale Inhalte das aufhalten oder muss auch eine Lokalzeitung eher zum Entertainer werden?
  • Bei Umfragen heißt es, dass viele bereit wären, für Online-Inhalte zu zahlen.Die Schwäbische Post hat seit kurzem eine Paywall. Wie sind hier die Reaktionen?
  •  Ist es vielleicht ein Denkfehler, dass Inhalte der Printausgabe einfach oft nur in die Onlineausgabe übertragen werden?
  • Auf der re:publica sind viele Blogger, die sich auch für Lokaljournalismus interessieren. Du bist ausgebildeter Redakteur – wo liegt der Unterschied zwischen Blogs und journalistischen Angeboten?

    Ungewöhnliche Situation für Journalisten, wenn sie selbst interviewt werden.
    Ungewöhnliche Situation für Journalisten, wenn sie selbst interviewt werden.